Mobbing in der Kinderbetreuung

Mobbing in der Kinderbetreuung

Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing in der Schule - beides sind Themen, mit denen man häufig konfrontiert ist. Aber Mobbing in der Kinderbetreuung? Gibt es das? Das zu glauben, fällt vielen Eltern schwer. Allerdings hört man auch häufig den Ausspruch: „Kinder können grausam sein.“ Das ist leider wahr. Und wenn diese Grausamkeiten über einen längeren Zeitraum systematisch und wiederkehrend immer nur ein bestimmtes Kind treffen, kann man auch bei kleineren Kindern durchaus von Mobbing sprechen. Körperliche Gewalt, gemeine Hänseleien, Beschädigungen des Eigentums des Mobbing-Opfers - es gibt ganz unterschiedliche Arten, jemanden zu mobben. Nicht alle sind leicht erkennbar.

 Anzeichen für Mobbing in der Kinderbetreuung

Hohe Aufmerksamkeit ist in jedem Fall gefragt, wenn ein Kind plötzlich sein Verhalten ändert. Vielleicht wird ein fröhliches Kind plötzlich verschlossener und erzählt kaum noch etwas von seiner Zeit in der Kinderbetreuung. Möglicherweise möchte es auch partout nicht mehr in die Kita oder in eine andere Betreuungseinrichtung gehen. Liegen solche Anzeichen vor, muss die Ursache nicht in Mobbing-Attacken liegen, doch Eltern sollten die Möglichkeit im Auge behalten und der Sache nachgehen. Kommt das Kind mit Verletzungen nach Hause, ist die Sache meist klarer und lässt Rückschlüsse auf die Situation in der Kinderbetreuung zu.

Was tun gegen Mobbing?

Eltern, die sich sorgen, dass ihr Kind zum Mobbing-Opfer geworden sein könnte, sollten natürlich zunächst das Gespräch zum Kind suchen. Als nächstes sollte die Betreuungseinrichtung bzw. die Betreuungsperson kontaktiert werden. Dies gibt meist mehr Aufschluss über die Situation. Als nicht hilfreich hat es sich erwiesen, mobbende Kinder oder ihre Eltern direkt anzusprechen. Wenn die Eltern z.B. die Vorwürfe weit von sich weisen, wird die Position des Mobbenden sogar noch gestärkt. Große Erfolge werden mittlerweile durch den No Blame Approach erzielt, bei dem es sich wörtlich um einen Ansatz ohne Schuldzuweisung handelt. Zusätzlich kann es hilfreich sein, das Selbstbewusstsein des gemobbten Kindes zu stärken, zum Beispiel durch Rollenspiele, neue Freizeitaktivitäten oder die Teilnahme an Sportarten.

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