Fachkräftemangel in Kitas - Folgen für Eltern und Betreuer, sowie eine kritische Frage nach verhinderten Lösungen

Fachkräftemangel in Kitas - Folgen für Eltern und Betreuer

mit diesem Blogpost knüpfen wir an einen Artikel der Süddeutschen Zeitung an, in dem berichtet wird, dass rund zwei Dutzend Kindertagesstätten in München ihre Betriebszeit aufgrund von mehr als 160 derzeit nicht besetzten Erzieherstellen einschränken müssen.

Die Situation des Fachkräftemangels stellt nicht nur eine enorme Belastungssituation für die Betreuer dar, die sich sprichwörtlich „beide Beine ausreißen“, um dennoch eine gute Betreuung der Kinder zu garantieren. Die Einschränkung der Betreuungszeiten trifft zudem natürlich auch ganz gewaltig die berufstätigen Eltern.

Zudem stehen, wie im Artikel der SZ erwähnt, die Stadt und alle sonstigen freien und privaten Träger vor dem Dilemma, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen stetig wächst und bis Ende 2016 rund 2000 Plätze für Kinder unter drei Jahren sowie 2400 Kindergartenplätze entstehen werden.

Doch ohne Erzieher keine Betreuung.

Während die Stadt München unter OB Dieter Reiter (SPD) versucht, die Bewerberzahlen zu stabilisieren und hierfür z. B. einen monatlichen Bonus von 200 Euro brutto zur Verfügung stellt (um die hohen Lebenshaltungskosten in München zu bestreiten), stellt sich uns allerdings noch eine weitere Frage:

Warum werden ausländischen, hoch qualifizierten Fachkräften Steine in den Weg gelegt, wo doch hier die Lösung liegen könnte? Das Bildungsministerium selbst hat mittlerweile erkannt, dass viele ausländische Fachkräfte in Deutschland noch immer weit unter ihren Qualifikationen arbeiten, weil ihre im Ausland erworbenen Abschlüsse in Deutschland bisher oft nicht anerkannt wurden. Natürlich bedeutet es keinen geringen Aufwand, die erworbenen Qualifikationen zu prüfen und mit den in Deutschland angeforderten Kompetenzen abzugleichen.

Doch unserer Meinung nach würde dieser Mehraufwand an Bürokratie bald Früchte tragen. Hochqualifizierte Betreuer, die über eine fundierte Ausbildung sowie jahrelange Berufserfahrung im Ausland verfügen, müssten hier in Deutschland dann nicht nochmals die komplette Ausbildung zum staatlich geprüften Erzieher absolvieren (wie es häufig vorkommt), sondern es könnten stattdessen Möglichkeiten gefunden werden, die oft minimalen Unterschiede in den Ausbildungsmethoden an deutsche Anforderungen anzugleichen.

Wir denken: Den Wert einer Erzieherin, die - um ihrem Beruf in Deutschland nachgehen zu dürfen - in kürzester Zeit die schwere Sprache Deutsch perfekt lernt und beherrscht sowie ihre bereits erworbenen Kompetenzen angleicht, kann man ruhig hoch schätzen.

Und wäre dies nicht einer der ersten langfristigen Lösungsansätze?

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