Unser eigenes Improvisationstheater

Kinder lieben Improvisationstheater. Spaß ohne Requisiten und vorgegebene Texte. Nichts auswendig lernen, spontan reagieren und die Selbsterfahrung machen, dass es nur dann richtig gut läuft, wenn man als Team funktioniert. All diese Zutaten für ein perfektes Ferienerlebnis meiner Kinder ergibt zusätzlich dazu genau eins: eine ziemlich genaue Darstellung meines Lebens als Elternteil.

Denn schon ab dem Zeitpunkt, ab dem sich auf dem Schwangerschaftstest der zweite Strich deutlich herausbildet, fangen wir an zu improvisieren. Es gibt keinen vorgegebenen Text, wie man auf die frohe Botschaft reagiert. Keiner weiß, welcher neue Schauspieler schon bald die Bühne betreten wird. Jede Schwangerschaft, jede Geburt, jedes Kind ist einzigartig und fordert unser Improvisationstalent heraus.

Oder wie sonst, soll man all die Warum-Fragen beantworten können, sich innerhalb von 2 Minuten ein neues Outfit suchen, anziehen und souverän wirken, wenn 2,5 Minuten bevor man die Haustür verlässt Junior zum Abschied den Elternorden auf das Revers spuckt? Wie sonst bleibt man ruhig, wenn unsere Teenager ihr neues Piercing präsentieren und der Lehrer mit uns über den letzten Vorfall auf der verqualmten Schultoilette spricht. Auch spontane Szenen an ungewöhnlichen Orten sprechen für ein Leben im Improvisationstheater. Denn wohl keiner hat den Textzettel in der Jackettasche, wenn Junior ein „Papa, hat die alte Frau da vorne auch ein Baby im Bauch?“ durch den überfüllten Linienbus brüllt. Doch neben all den Dramen und Krimis ereignen sich auch in unserem Leben wundervolle Komödien und traumhafte Liebesgeschichten.

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